Leitfaden für deutsche Passfotos: Größe und Regeln
Damit Ihr deutsches Passfoto den Vorgaben entspricht, beachten Sie die offiziellen Regeln zu Größe, Hintergrund und Gesichtsausdruck. Bereiten Sie Ihr Bild mit dem obigen Tool korrekt vor.
Offizielle Größe und Einreichungsmethoden
Ein Foto für einen deutschen Reisepass wird üblicherweise im Format 35 × 45 Millimeter aufgenommen, also etwa 1,38 × 1,77 Zoll. Dies ist ein gängiges Fotoformat und keine gesetzlich vorgeschriebene Größe gemäß der zitierten Verordnung[3]. Bei Anträgen innerhalb Deutschlands ist in der Regel ein sicher übermitteltes digitales Bild oder ein direkt vor Ort von der Passbehörde aufgenommenes Bild erforderlich[2].
Bei einer deutschen Auslandsvertretung kann ein Abzug im Format 35 × 45 Millimeter dagegen noch angenommen werden, wenn diese Auslandsvertretung das Bild nicht elektronisch aufnehmen kann[2]. Mit dem obigen Tool können Sie Ihr Foto zu Hause ganz einfach auf die passenden Maße zuschneiden, bevor Sie sich für eine Einreichungsmethode entscheiden.
Vorgaben zu Hintergrund und Beleuchtung
PassV Anlage 8 schreibt für das offizielle Antragsfoto einen einheitlichen, hellen und neutralen Hintergrund vor[1]. Die Verordnung nennt keinen bestimmten Farbwert, der Hintergrund muss jedoch schlicht und hell sein[1]. Vermeiden Sie beim Aufnehmen des Fotos Muster, Strukturen, Wanddekorationen und dunkle Farbtöne im Hintergrund.
Stellen Sie sich vor ein helles Fenster, damit Ihr ganzes Gesicht gleichmäßig und natürlich ausgeleuchtet wird, ohne harte Schatten. Achten Sie darauf, dass der Hintergrund vollständig schattenfrei bleibt. So erfüllt Ihr Foto die grundlegenden gesetzlichen Vorgaben und ist gut zu erkennen.
Regeln zu Gesicht, Gesichtsausdruck und Brillen
Auf einem Passfoto für Erwachsene müssen Sie einen neutralen Gesichtsausdruck haben und den Mund geschlossen halten[1].
Brillen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt, dürfen die Augen aber niemals verdecken. Getönte Gläser sind streng verboten[1]. Achten Sie darauf, dass bei einer Brille keine Blitzreflexionen oder Spiegelungen auf den Gläsern zu sehen sind. Ihre Augen müssen durch die Gläser hindurch klar und ungehindert erkennbar sein.
Kopfbedeckungen und religiöse Ausnahmen
Kopfbedeckungen sind streng reglementiert und nur aus religiösen oder medizinischen Gründen zulässig[1]. Wenn Sie aus religiösen oder medizinischen Gründen eine Kopfbedeckung tragen, müssen Ihre Gesichtszüge vom unteren Kinnrand bis zum oberen Stirnrand und von Ohr zu Ohr vollständig sichtbar bleiben.
Schatten, die eine Kopfbedeckung auf Ihr Gesicht wirft, sind unter keinen Umständen zulässig. Alltagskappen, Hüte, Mützen oder dekorative Haarreifen sind auf Ihrem offiziellen Passfoto niemals erlaubt[1]. Achten Sie darauf, dass keine Kleidungsstücke Ihr Gesicht verdecken.
Regeln für Kinder und Säuglinge
Nach PassV Anlage 8 gelten für jüngere Antragsteller und Säuglinge besondere Erleichterungen[1]. Jedes Kind benötigt jetzt einen eigenen Reisepass, da der frühere Kinderreisepass nicht mehr ausgestellt wird[1][2].
PassV Anlage 8 lässt bestimmte Abweichungen für Kinder zu[1]. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Passbehörde nach den Anforderungen an das Foto Ihres Kindes.
Foto zu Hause aufnehmen
Sie können Ihr Foto zu Hause mit einer Digitalkamera oder einem Smartphone aufnehmen, das Sie fest auf Augenhöhe positionieren. Stellen Sie sich etwa einen bis eineinhalb Meter von der Kameralinse entfernt auf, um optische Verzerrungen Ihrer Gesichtszüge zu vermeiden. Lassen Sie sich von einer befreundeten oder verwandten Person helfen, damit Ihr Kopf im Bildausschnitt richtig zentriert ist.
Auf einem Passfoto für Erwachsene sollte das Gesicht vom Kinn bis zum Scheitel 31,5 bis 36 Millimeter hoch sein oder 70 bis 80 % der Bildhöhe einnehmen[3]. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Passbehörde oder Ihrem Fotodienst nach der erforderlichen Einreichungsmethode.
Häufige Gründe für Ablehnungen vermeiden
Wenn Sie häufige Ablehnungsgründe kennen, können Sie unnötige Verzögerungen bei Ihrem Antrag vermeiden. Fotos werden häufig abgelehnt, wenn der Hintergrund zu dunkel ist, Muster aufweist oder sichtbare Schatten zu sehen sind[1].
Weitere häufige Ablehnungsgründe sind Lächeln, ein geöffneter Mund, Haare vor den Augen oder Reflexionen auf Brillengläsern[1]. Da die Einreichungsregeln je nach Behörde im Inland und Auslandsvertretung unterschiedlich sind, informieren Sie sich vor der Antragstellung immer bei Ihrer örtlichen Behörde über die Vorgaben[2]. Wenn Sie jedes Detail prüfen, bevor Sie die Fotodatei fertigstellen, vermeiden Sie häufige Fehler und schaffen eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Einreichung.
Häufig gestellte Fragen
Welche offizielle Größe muss ein deutsches Passfoto haben?
35 mal 45 Millimeter, also ungefähr 1.38 mal 1.77 Zoll, ist ein gängiges Format für ein deutsches Passfoto. Die zitierte Verordnung schreibt es jedoch nicht gesetzlich vor[3].
Darf ich auf meinem deutschen Passfoto eine Brille tragen?
Brillen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt, sofern sie Ihre Augen nicht verdecken und weder getönte Gläser noch Reflexionen aufweisen[1].
Brauchen Kinder einen eigenen Reisepass?
Welche Hintergrundfarbe muss ich verwenden?
PassV Anlage 8 verlangt einen einheitlichen, hellen und neutralen Hintergrund, nennt jedoch keinen bestimmten Farbwert[1].
Kann ich mein Foto an einem lokalen Fotostand ausdrucken?
Ja, wenn an Ihrem Antragsort ein Papierfoto angenommen wird, können Sie einen vorbereiteten Bogen auf gewöhnlichem Fotopapier im Format 4 mal 6 Zoll ausdrucken[2].